Nach dem Rücktritt kommt (k)eine Verbesserung

Der schmachvolle Rücktritt von Arbeitsministerin Aschbacher ist eine erste Schramme im Mythos der leistungsbereiten türkisen Experten. Die übliche Vorgangsweise von Kurz ist Ablenkung: mit der durchaus überraschenden Berufung von IHS-Chef Martin Kocher wird von der Inkompetenz und moralischer Verwerflichkeit der Regierung abgelenkt. Doch die ideologische Ausrichtung des neuen Arbeitsministers ist eine schwere Bürde.
Wer von Martin Kocher auf eine kreative Herangehensweise der wirtschaftlichen Covid-Krise hofft, sollte nicht allzu viel erwarten. Denn so wie bei den „Gesundheitsexperten“ sucht sich Kurz natürlich nur Menschen, die mit seinen Vorstellungen und ideologischen Ausrichtungen übereinstimmen. Das ist aber praktisch nie zum Vorteil des Landes und der Menschen darin, abgesehen vom türkisen Freundeskreis!
Pensionsantrittserhöhung, keine Erhöhung des Arbeitslosengelds, keine Erbschaftssteuern und weitere wirtschaftsliberale Sichtweisen Kochers konkurrieren mit Aussagen über schnelle Homeoffice-Regelungen oder schnelle Integration von Asylwerbern im Arbeitsmarkt.
Martin Kocher wird beweisen müssen, sein Expertenwissen tatsächlich gegen die Launen und Glaubensinhalte von Kurz anwenden zu können.
Ich wage das, sogar kurzfristig, zu bezweifeln!
PS: Nach dem Rücktritt von Aschbacher stehen eigentlich noch mindestens 12 weitere an!

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