Ludwig ante portas

Der neue Bürgermeister in Wien wird Michael Ludwig. In einer (auch bei anderen Parteien zur Normalität gehörenden) Abstimmung besiegte er Andreas Schieder. Nun muss auf Ludwigs Team gewartet werden. Aber die drei Problemfelder in der Bundeshauptstadt hätten beide Kandidaten zufriedenstellend lösen müssen: Wohnen, Ausbildung, Arbeitsplätze

Jetzt gibt es bei einigen lange Gesichter. Doch wird sich ein beileidigt-sein nicht lange ausgehen. Zu dramatisch sind die Schwachsinnigkeiten der neuen Regierung, die besonders Wien auf den Kopf fallen werden. Und das mit voller Absicht. Der Studienabbrecher Kurz hasst Wien, da, wo sein Geil-o-Mobil kolossal havariert ist und seine Uni-Karriere lahmt.
Wien benötigt aufgrund der Attraktivität vor allem Wohnraum, Wohnraum und Wohnraum. Hier hat Ludwig als Wohnbaustadtrat noch einiges gut zu machen. Doch auch die Frage nach Hight-Tech-Jobs und einer perfekten flächendeckenden Ausbildung ohne rassistischen Motivationen a la FPÖ und Türkis werden eine Herausforderung.
Dazu kommen noch die Problematik des Individualverkehrs und die aufbrechenden Mühen mit einer weidwunden Vize-Bürgermeisterin und Wiener Grünen Chefin.
Hans Rauscher meinte im Standard, beide Kandidaten hätten die intellektuelle Fähigkeit zum Bürgermeisteramt. Dem stimme ich zu.
Jedoch braucht es auch eine sehr große Portion Menschenkenntnis, emotionales G’spür und, ja, auch populistische Geschicklichkeit, um den Status Wiens als lebenswerte, sichere und auch liberale Stadt zu waren. Was nur mit einer starken SPÖ möglich scheint, angesichts der Türkis/Blauen Provokationen. Und natürlich mit einer gestärkten Partei wie den NEOS!

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