Die türkise Schande

Millionenerbschaften schützen, aber länger in Arbeitslosigkeit befindlichen Menschen das Hab und Gut wegnehmen! So sieht die Zeit für Neues aus! Einfach nur ungustiös, diese Regierung.

Wenn jemand unverhofft über eine Million Euro erbt, ist die türkise ÖVP gegen eine Besteuerung. Die rechtsextreme FPÖ sowieso! Hanebüchenes Argument: dieses Geld wurde ja schon einmal versteuert! Nebenbei, bei diesem Punkt irren auch die NEOS völlig!
Aber bei Arbeitslosen soll nach einer bestimmten Zeit auf das Vermögen zugegriffen werden können. Nur, welches Vermögen haben denn diese Leute schon? Unverschuldet arbeitslos gewordene Menschen, etwa über 50 (weil der Firmenchef leider, leider halt Konkurs angemeldet hat und kein neuer Job so einfach daherkommt), sollen dann womöglich auf alles verzichten? Oder der Staat lässt sich ins Grundbuch für die Eigentumswohnung oder das Haus eintragen? Mal abgesehen davon, was das für ein administrativer Aufwand ist!
Geht es noch?????
Aber im Aufsichtsrat sitzen, Unternehmen an die Wand fahren, trotzdem Abfertigung kassieren und im nächsten Aufsichtsrat wieder fett abstauben – das sind die Leistungsträger, die vor allem von der ÖVP unterstützt werden.
Bis jetzt haben dieses Schwarzen die nicht so Bevorzugten noch halbwegs in Ruhe gelassen. Doch jetzt, ohne einer SPÖ in der Regierung, wird das ganz anders. Dann hört sich das endlich auf, dass Arbeitslose sich noch weigern können, schlechter bezahlte und unterqualifizierte Jobs annehmen zu müssen. Wenn, wann nicht jetzt? Studienabbrecher Kurz und seine rechte Partie braucht sich ja vor Arbeitslosigkeit nicht zu fürchten.
Wo ist eigentlich die FCG? Ich erwarte hier klare Aussagen zum Schutz arbeitender Menschen vor einem Haufen wild gewordener Reformer, die sich über die Konsequenzen ihrer Reformen niemals Gedanken machen brauchen, weil es sie nicht betreffen wird.
Und eine der wenigen in der Regierung, die mit diesem Blödsinn nicht einverstanden ist, Sozialministerin Hartinger-Klein, wurde einfach von dem Thema abgezogen von Kurz & Strache.
Somit wird wieder einmal klar: der neue Weg von Kurz ist keiner. Es ist die althergebrachte Klientelpolitik nur ohne Schutzschild einer Sozialdemokratie. Daher ohne Rücksicht auf die nicht für die ÖVP als relevant angesehenen Bevölkerungsgruppen. Analog dazu der 12-Stunden Tag, der Familienbonus, das Aufheben der Aktion 20.000, Mietzinsverschlechterungen in Altbauten und so weiter.
Deshalb verbitte ich mir jetzt überraschte Menschen. Es musste jedem ganz klar sein, was da kommt: es wurde immer und immer wieder gesagt, nicht nur von der SPÖ!
Aber anscheinend ist es besser, z.B. als Arbeitsloser nur mehr 4.200,- Euro besitzen zu dürfen, als der Islam hat, wird oder kann irgendwas…

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