Opposition keine Kern-Kompetenz der SPÖ

Na gut, der Titel ist aufgelegt: aber inhaltlich ist es leider richtig. Die SPÖ und auch Kern sind immer noch nicht in der Oppositionsrolle angekommen. Da könnten sich die Genossen ein Stück von den Neos abschneiden. Jedenfalls sollte da jetzt rasch was in die Gänge kommen. Oder, damit es Christian Kern vielleicht besser versteht: der Oppositionszug muss auf Schiene gebracht werden!

Es ist nicht nur meine Sichtweise. In einem Interview mit Hannes Androsch in Kurier vom 9.4. meint dieser unter anderem:
Ob wir eine Kern-Truppe haben, weiß ich nicht. Wenn jemand seriöse Politik macht, dann hat er Erfolg. Das hat Landeshauptmann Kaiser bewiesen, das Potential ist offenbar da.
Und weiter:
In der Politik geht es um Fortschrittlichkeit, Stillstand oder Rückschrittlichkeit. Mit ungenügenden Fußballern kann man nicht ins Finale kommen. Es gelingt ja nicht einmal, einen Elfmeter ohne Tormann zu verwandeln. Man ist nicht in der Lage, einen haltbaren U-Ausschuss zustandezubringen!
Ganzes Interview im Kurier hier klicken. 
Da ist natürlich was dran. Die letzten Wochen waren geprägt von inhaltslosen Plattitüden, dümmlichen Ablenkungsmanövern oder wirklich bedenklichen Vorhaben (Stichwort Überwachung, AUVA-Demontage, Klima-Strategie) der türkis/blauen Regierung. Und was kommt von der größten Oppositionspartei? In Wahrheit sehr, sehr wenig. Das Wenige versetzt mit Pannen.
Natürlich ist eine „Macht-Partizipationspartei“ wie die SPÖ völlig ungeübt auf der Oppositionsbank. Aber die bisherige Performance ist mehr als mau, eher schon mangelhaft.
Der Kommunikationsfachmann Kern wird da kräftig zulegen müssen.

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