{"id":790,"date":"2017-03-08T09:55:05","date_gmt":"2017-03-08T08:55:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spitzer-textkonzeption.info\/blog\/?p=790"},"modified":"2017-03-08T13:10:21","modified_gmt":"2017-03-08T12:10:21","slug":"weltfrauentag-weniger-reden-mehr-handeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.spitzer-textkonzeption.info\/blog\/?p=790","title":{"rendered":"Weltfrauentag: weniger reden, mehr handeln!"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Der n\u00e4chste Weltfrauentag. Immer noch verdienen Frauen um bis zu 21% weniger, leisten praktisch die komplette Haushaltf\u00fchrung samt Kindererziehung und stellen wegen Familiengl\u00fcck ihre Karriere hintan. Es gibt zwar mehr engagierte Vater und M\u00e4nner, aber immer noch viel zu wenige. Und der Feminismus? Ist gefangen in einer Zwickm\u00fchle zwischen Erreichtem und Perspektivenlosigkeit. In der Zwischenzeit werden Frauen immer noch viel zu oft nicht &#8222;ernst genommen&#8220;.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bundeskanzler Kern ist nach eigenen Worten &#8222;Feminist&#8220;. Lieb! Frauenquote in der Regierung hat da wohl nichts damit zu tun. Auch sonst sind nat\u00fcrlich alle f\u00fcr die Gleichberechtigung der Geschlechter. Vor allem die recht(sextrem)en Gruppierungen erkenne die Gefahr der Frauenemanzipation durch b\u00f6se Moslems. Auch lieb!<br \/>\nAber das war es dann. Gleicher Lohn f\u00fcr gleiche Arbeit? Seit Jahrzehnten unerf\u00fcllt von Gewerkschaft und Wirtschaft gleicherma\u00dfen. Die ber\u00fchmte &#8222;Gl\u00e4serne Decke&#8220; hat Spr\u00fcnge bekommen, fort ist sie nicht. Im Grunde hei\u00dft es f\u00fcr einen Gro\u00dfteil der Frauen, sich zu entscheiden: Karriere oder Kinder. Beides geht nur in ganz seltenen F\u00e4llen, am ehesten in Ballungsr\u00e4umen und Gro\u00dfst\u00e4dten.<br \/>\nKindergartenpl\u00e4tze sind (au\u00dferhalb Wiens, und da gibt es ordentlich Probleme) bestenfalls mangelhaft in Bezug auf Schlie\u00dftage und \u00d6ffnungszeiten. Noch schlimmer wird es aber dann, wenn das Kind in die Volksschule kommt!<br \/>\nFrauen, die ihre Kinder in Kindergrippen geben, m\u00fcssen sich immer noch den Vorwurf der &#8222;Rabenmutter&#8220; anh\u00f6ren, wenn auch subtiler als fr\u00fcher! Rechtsextreme PolitikerInnen sprechen immer von der DDR, wenn es um ausreichende Kinderbetreuung (samt Integration und Ausgleich von Defiziten der Kinderentwicklung wegen der Eltern) geht. Rechte PolitikerInnen schreien nach Wahlfreiheit und meinen in Wahrheit, dass M\u00fctter gef\u00e4lligst nachmittags daheim zu sein haben!<br \/>\nSind die Kinder dann selbst\u00e4ndig, kommt meist nach wenigen Jahren der Ruhe die n\u00e4chste (unentgeltliche) T\u00e4tigkeit f\u00fcr Frauen auf sie zu: Pflege. Ob die eigenen Eltern oder Schwiegereltern, manchmal der Partner. Auch hier liegt die Hauptlast auf den Frauen. Nebenbei, der von manchen Vorbelasteten geforderte 12h Tag ist gerade f\u00fcr die meisten Frauen eine einzige Provokation!<br \/>\nGleichzeitig sehen Feministinnen eine ganze Generation von jungen Frauen heranwachsen, die pl\u00f6tzlich mit den Anspr\u00fcchen des &#8222;klassischen&#8220; Feminismus wenig anfangen k\u00f6nnen. Es wird n\u00f6tig sein, die Anspr\u00fcche und Versprechungen des Feminismus, der im Grunde eine Verbesserung aller Mitglieder einer Gesellschaft beinhaltet, mit neuen Impulsen f\u00fcr eine direkte Relevanz in der Digitalen Welt des 21.Jhd. auszuf\u00fcllen.<br \/>\nDenn viel zu viele, vor allem junge Frauen, sehen ihre M\u00fctter: beruflich und privat gestresst, wom\u00f6glich ohne Partner und mit wenigen Perspektiven f\u00fcr die Zukunft.<br \/>\nDa ist es nicht verwunderlich, dass die Emanzipation samt eingebetteten Feminismus f\u00fcr diese Generation offenbar versagt hat. Die hart erk\u00e4mpften Errungenschaften der Vergangenheit z\u00e4hlen nicht, das ist nun einmal so. Und (zu) viele tappen in die Falle: mir passiert das sicher nicht! Bis sie selbst vor der Karriere\/Kinder Entscheidung stehen.<br \/>\nEs ist Aufgabe von uns allem, auch und vor allem den M\u00e4nnern, den Weltfrauentag nicht nur auf den Lippen zu tragen. Frauen als gleichrangig zu sehen. Nicht immer den &#8222;Pupperln&#8220; die Welt erkl\u00e4ren. Nicht immer &#8222;Ist ja eine Frau!&#8220; mitdenken bei allen unpassenden Gelegenheiten. Aber auch die falsche R\u00fccksichtnahme muss aufh\u00f6ren: Mann darf Frauen ruhig sagen, wenn etwas nicht passt. Mann darf und soll Frauen, wenn berechtigt, kritisieren k\u00f6nnen. Denn solche Kritik zeigt auch Wertsch\u00e4tzung. Beim &#8222;Tschapperl&#8220; ist eh alles wurscht. Gelebtes &#8222;ernst nehmen&#8220; von Frauen muss einfach st\u00e4rker in der Gesellschaft verankert sein. Dann klappt es schlussendlich auch mit Anerkennung, Gehaltsgleichheit und Partnerschaften auf selber Augenh\u00f6he.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der n\u00e4chste Weltfrauentag. Immer noch verdienen Frauen um bis zu 21% weniger, leisten praktisch die komplette Haushaltf\u00fchrung samt Kindererziehung und stellen wegen Familiengl\u00fcck ihre Karriere hintan. 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