{"id":690,"date":"2016-11-22T10:53:22","date_gmt":"2016-11-22T09:53:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spitzer-textkonzeption.info\/blog\/?p=690"},"modified":"2016-11-22T11:41:18","modified_gmt":"2016-11-22T10:41:18","slug":"was-die-spoe-und-die-katholische-kirche-gemeinsam-haben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.spitzer-textkonzeption.info\/blog\/?p=690","title":{"rendered":"Was die SP\u00d6 und die Katholische Kirche gemeinsam haben"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">In beiden Gruppierungen gibt es Mitglieder, die nicht wahrhaben wollen, dass sich ihre Ansichten nach Ver\u00e4nderung und Modernisierung einfach nicht durchsetzen k\u00f6nnen. Es ist ja verst\u00e4ndlich, eine gewisse Zeit auf Umsetzung zu beharren oder zu dr\u00e4ngen. Doch irgendwann m\u00fcssen diese Erneuerer erkennbar, dass es einfach unm\u00f6glich ist. Dann kommt der Punkt zum Verlassen, um neue Wege beschreiten zu k\u00f6nnen.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Christentum geschah das mehrmals (Morgenl\u00e4ndisches Schisma im 13 Jhd., Luther 1517) und auch Parteien mussten sich mit Spaltungen herumschlagen. Die Sozialisten k\u00f6nnen selbst ein Lied davon singen, wie sie sich in den 20iger Jahren endg\u00fcltig von den Kommunisten entfernten. So wie heute bei einigen Katholiken die Rufe nach verheirateten Priestern, echter Gleichberechtigung der Frauen und lebensnaher Sozialmoral wirkungslos verpuffen, ist die Modernisierung der SP\u00d6 ebenso ein Ding der Unm\u00f6glichkeit.<br \/>\nDie liberalen Protagonisten der SP\u00d6 m\u00fcssen langsam einsehen, dass es die SP\u00d6, wie sie glauben, wom\u00f6glich niemals gegeben hat. Nach der erfolgreichen Befreiung der Arbeiterschaft und der fl\u00e4chendeckenden Sozialabsicherung gingen den Roten langsam die Bet\u00e4tigungsfelder aus. Eine Impfung der Menschen gegen Rechts-Populismus, die einen Teil des Weges mit der SP\u00d6 unter Kreisky mitgegangen waren, hat nie stattgefunden. Viel schlimmer, die Nazis wurden gro\u00dfteils toleriert, solange diese gegen &#8222;die Schwarzen&#8220; waren! Zus\u00e4tzlich vergaben die Roten viele Chancen w\u00e4hrend der Alleinregierung aufgrund fehlendem innenpolitischen Weitblick, Stichwort Gesamtschule, Gesundheit, Besch\u00e4ftigung.<br \/>\nDie historischen Erfolge werden mittlerweile in einem Apparat verwaltet, der mehr f\u00fcr sich selbst als f\u00fcr die Arbeitnehmerinnen da ist. Die Zeichen der Zeit wurden letztmals unter Vranitzky erkannt. Aber seit damals fehlt der SP\u00d6 die Motivation, in eine \u201eNeue Zeit aufzubrechen\u201c. Auch eine Parallele zur Katholischen Kirche. Gerechtigkeitsdebatte? Das ist ein ausgelutschtes Schlagwort geworden, dessen Umsetzung viel zu strapazi\u00f6s f\u00fcr etliche Funktion\u00e4re ist. Gleichberechtigung? Geh bitte, das war doch noch in den 80er Jahren ein Minderheitenprogramm. Gerade die aktuelle Streiterei in Wien zeigt doch, wie schnell Frauen in leitenden Positionen auch in der SP\u00d6 von M\u00e4nnern angegriffen und bedr\u00e4ngt werden!<br \/>\nDie SP\u00d6 steht offenbar vor einer Entscheidung. Alte Freundschaften rosten, doch die \u201egeh\u00f6rten Signale\u201c werden von den Falschen interpretiert! Die SP\u00d6 ist keine liberale, fortschrittliche Partei mehr. Beharren auf dem Status Quo, zur Not damit untergehen, das ist die vorherrschende Gef\u00fchlslage in den Strukturen. Da wird auch ein Kern nichts \u00e4ndern. Statt sich selbst wieder um die Menschen zu k\u00fcmmern, wird eine l\u00e4cherliche Kooperation mit den Freiheitlichen ernsthaft angedacht. Das ist letztklassig, faul in Denken und Argumentation sowie einfach nur dumm! Zus\u00e4tzlich versuchen da einige, an ihren gem\u00fctlichen Posten und \u00c4mter geklammert, bis zum Ende ihrer politischen Karriere irgendwie noch durchzutauchen.<br \/>\nSo viele, vor allem auch junge Menschen, haben an die Versprechen von Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und auch Wohlstand und Sicherheit f\u00fcr alle geglaubt. Jetzt erkennen sie, dass es in der SP\u00d6 einfach an Kraft fehlt, diese urspr\u00fcnglichen Werte glaubhaft umzusetzen. Stattdessen fl\u00fcchten sich so manch altgediente Genossen in eine l\u00e4cherliche Umarmung mit den Blauen in einem Kampf um Machterhalt und die d\u00fcmmsten Proleten, anstatt den Menschen eine positive Zukunftsperspektive zu er\u00f6ffnen. Nicht nur im Burgenland! Aber die blaue Welt ist, wie \u00fcbrigens auch bei der \u00d6VP, vielen roten m\u00e4nnlichen Parteimitglieder emotional ohnehin immer n\u00e4her gewesen als die gr\u00fcne.<br \/>\nDaher sollen die erneuernden Kr\u00e4fte in der SP\u00d6 eine Weile um die Partei und ihre Ausrichtung k\u00e4mpfen. Aber nach einiger Zeit ohne Erfolg w\u00e4re eine Abkehr durchaus \u00fcberlegenswert. \u00d6sterreich braucht eine echte, glaubw\u00fcrdige und moderne Linkspartei. Warum nicht aus den roten Tr\u00fcmmern nach der ideologischen Kapitulation vor der FP\u00d6.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In beiden Gruppierungen gibt es Mitglieder, die nicht wahrhaben wollen, dass sich ihre Ansichten nach Ver\u00e4nderung und Modernisierung einfach nicht durchsetzen k\u00f6nnen. Es ist ja verst\u00e4ndlich, eine gewisse Zeit auf Umsetzung zu beharren oder zu dr\u00e4ngen. 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