{"id":556,"date":"2016-05-25T14:54:33","date_gmt":"2016-05-25T12:54:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spitzer-textkonzeption.info\/blog\/?p=556"},"modified":"2016-09-09T09:06:58","modified_gmt":"2016-09-09T07:06:58","slug":"nach-der-praesidentschaftswahl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.spitzer-textkonzeption.info\/blog\/?p=556","title":{"rendered":"Nach der Pr\u00e4sidenten-Stichwahl"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die Wahl ist vorbei, die Meinungen \u00fcber den Ausgang sind geteilt wie das Land. Aber stimmt das? Warum nicht von einer Spaltung gesprochen werden kann, sondern eher von einer Drittelung. Und warum Wissen, Kennen und Verstehen den Unterschied ausmachen.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zun\u00e4chst muss festgehalten werden, dass die beinahe 50:50 Pattsituation nicht der tats\u00e4chlichen Gesamtbev\u00f6lkerung entspricht. Es ist einfach falsch zu sagen, die H\u00e4lfte der \u00d6sterreicher habe f\u00fcr oder gegen den jeweiligen Kandidaten gestimmt. Denn bei 2,22 Mio. Stimmen f\u00fcr Hofer und 2,25 Mio. Stimmen f\u00fcr V.d.Bellen bei insgesamt 6,38 Mio. Wahlberechtigten in ganz \u00d6sterreich stehen beide Kandidaten bei rund 35%. Die Nichtw\u00e4hler bzw. ung\u00fcltigen Stimmen bringen es auf 1.9 Mio.!<br \/>\nSomit haben jeweils zwei Drittel der gesamten Wahlberechtigten nicht f\u00fcr (!) V.d.Bellen oder Hofer gestimmt. Damit k\u00f6nnte wohl eher von einer Drittelung der W\u00e4hler bei der Bundespr\u00e4sidentenwahl gesprochen werden. Rund 35 Prozent f\u00fcr V.d.Bellen sowie Hofer und gute 30 Prozent f\u00fcr keinen der beiden. Eindeutige Mehrheiten in der Bev\u00f6lkerung sehen anders aus!<br \/>\nKein R\u00fcckschluss kann auf s\u00e4mtliche andere k\u00fcnftige Wahlen erfolgen. Zu speziell war dieser Wahlkampf, zu au\u00dferordentlich die Rahmenbedingungen. Die W\u00e4hlerstromanalysen, Wahlmotive und Gegenmotive sind interessant, aber nur sehr bedingt f\u00fcr weitere Analysen zielf\u00fchrend. Auch dieses Stadt-gegen-Land-Szenario hinkt deshalb und w\u00fcrde bei anderen Kandidaten auch v\u00f6llig anders aussehen. Die Tatsache, dass Hofer in gro\u00dfteils l\u00e4ndlichen Gegenden weit vorne lag, in denen es praktisch keine Fl\u00fcchtlinge oder Kriminalit\u00e4t gibt, ist bemerkenswert. Im Gegenzug gewinnt V.d.Bellen haushoch rund um den Brunnenmarkt oder den Praterstern in Wien. Daraus wird ersichtlich, dass es oft nur um das Kennen und Erleben einer Situation geht. Ich m\u00f6chte nicht wissen, was Menschen, die wom\u00f6glich erst einmal in Wien waren, \u00fcber das Leben in der Millionenstadt denken und sich vorstellen. Leichte Beute f\u00fcr jemanden, der die befl\u00fcgelten Horrorfantasien \u00fcber Gro\u00dfstadt mit Verbrechen und Ausl\u00e4ndern w\u00e4hlerwirksam ausschm\u00fcckt.<br \/>\nDaher ist meiner Meinung nach nur ein Unterscheidungsmerkmal tats\u00e4chlich bemerkbar: Menschen ohne tiefer gehende Informationen w\u00e4hlen aus Unwissenheit und diversen Phobien (auch Angst vor Ver\u00e4nderungen) eher FP\u00d6. Oder, wenn gerade vorhanden, jede \u00e4hnliche Bewegung wie Team Stronach oder BZ\u00d6. Denn diese Parteien bieten sich immer als Herolde des Negativen an, um aus dem Pool der \u00c4ngstlichen und Uninformierten die gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Ausbeute zu holen. Mit dem angeblichen Ziel, diese Menschen zu sch\u00fctzen. Vor den Anderen. Wer immer das ist.<br \/>\nDem k\u00f6nnen die politischen Mitbewerber nur mit Aufkl\u00e4rung, Information, Bildung und wieder Bildung entgegenwirken. Dumpfe Spr\u00fcche, Worth\u00fclsen und Lippenbekenntnisse werden aber sicherlich nicht mehr ausreichen. L\u00f6sungen m\u00fcssen geliefert werden. Mit anschaulichen Argumenten sowie nachvollziehbaren Pro und Kontras, die von den Menschen zun\u00e4chst verstanden und dann akzeptiert werden. Oder eben nicht. Aber jede Entscheidung f\u00fcr oder gegen etwas beruht dann auf Fakten. Und nicht auf hysterischem Alarmismus oder diversem Aufhussen zur verantwortungslosen Stimmmaximierung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Wahl ist vorbei, die Meinungen \u00fcber den Ausgang sind geteilt wie das Land. Aber stimmt das? Warum nicht von einer Spaltung gesprochen werden kann, sondern eher von einer Drittelung. 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