{"id":1444,"date":"2021-02-05T09:20:04","date_gmt":"2021-02-05T08:20:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.spitzer-textkonzeption.info\/blog\/?p=1444"},"modified":"2021-02-05T09:21:35","modified_gmt":"2021-02-05T08:21:35","slug":"gruene-2021-eine-weitere-rechts-partei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.spitzer-textkonzeption.info\/blog\/?p=1444","title":{"rendered":"Gr\u00fcne 2021: eine weitere Rechts-Partei"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Clubzwang statt freiem Mandat. Schnell ist das bequeme Leben in finanzieller Sicherheit wichtiger geworden als ehrbare, aber unterfinanzierte Ideale. Ausreden in bester Rechtspartei-Manier und die Verh\u00f6hnung von Parlamentarismus sind seit Regierungseintritt stetiger Begleiter der Gr\u00fcnen unter Maurers harter F\u00fchrung. Dabei haben sich die Gr\u00fcnen der t\u00fcrkisen \u00d6VP vollst\u00e4ndig unterworfen. Auch in ihrer politischen Ausrichtung, die Kinder zu Kollateralsch\u00e4den eines gr\u00fcnen Regierungswahns macht.<!--more--><br \/>\nStatt dem Koalitions-Dominator den eigenen \u201eKoalitionsfreien Raum\u201c aus der Regierungs\u00fcbereinkunft vor die F\u00fc\u00dfe zu knallen, wird die SP\u00d6 angegriffen. Dabei war die Nervosit\u00e4t der t\u00fcrkisen Truppe sogar \u00fcber den Bildschirm sp\u00fcrbar. Kein Aufb\u00e4umen von einem komat\u00f6s dahinvegetierenden gr\u00fcnen Anstand.<br \/>\nIm Gegenteil. Es wurden scheinheilige und heuchlerische Kommentare von gr\u00fcner Seite abgesondert. Von der v\u00f6llig daneben gegangenen \u201eWas sollen wir denn tun?\u201c-Ratlosigkeit einer Fr. Hamann Anfang der Woche bis zur zynischen \u201ewir m\u00fcssen irgendwelche Br\u00e4nde (=Corona) l\u00f6schen und nicht wahlk\u00e4mpfen\u201c Aussage im Parlament. Kinder sind nun gr\u00fcne Kollateralsch\u00e4den einer ohnehin kritisch zu hinterfragenden Pandemie-Bew\u00e4ltigung.<br \/>\nDer SP\u00d6 werfen die Gr\u00fcnen vor, mit Entschlie\u00dfungsantr\u00e4gen aus dem Wiener Landtag im Parlament \u201epolitisches Kleingeld\u201c wechseln zu wollen. Immerhin tut der Wiener Landtag etwas, inklusiver der dort in Opposition befindlichen Gr\u00fcnen. Im Gegensatz dazu \u00a0buckeln und kuschen die Bundesgr\u00fcnen vor einer t\u00fcrkisen Unrechts-Partei und tun gar nichts.<br \/>\nOh, Entschuldigung, das stimmt ja nicht. Immerhin haben die gr\u00fcnen Abgeordneten nicht geklatscht bei t\u00fcrkisen Reden im Nationalrat. Und kein gr\u00fcner Minister war zur Unterst\u00fctzung des r\u00fccktrittsreifen Innenministers gekommen.<br \/>\nJa, diese aktuellen Schandzust\u00e4nde sind auch von der SP\u00d6 dazumal beschlossen worden. Aber nun ist ein glaubhafter Wille in dieser Partei vorhanden, die haarstr\u00e4ubenden Fehler der Feymann-Jahre zu \u00e4ndern. Es d\u00fcrfen auch Fehler eingesehen und ausgemerzt werden in der Politik. Davon ist bei Maurer und Kogler nur in einer Richtung etwas zu entdecken. Den W\u00e4hlern zu beweisen, dass die Gr\u00fcnen f\u00e4lschlicherweise als \u201elinke Partei\u201c bezeichnet werden und jetzt auch von entt\u00e4uschten FP\u00d6lern anstandslos gew\u00e4hlt werden k\u00f6nnen.<br \/>\nDie Gr\u00fcnen schwafeln von \u201eMenschenrechten\u201c und k\u00fcmmern sich seit dem ersten Tag in der Regierung nicht darum. Beispiele? Die v\u00f6llige Aufgabe der Schulkinder unter die 50iger Jahre Ideologie der \u00d6VP, die Grundrechtseinschr\u00e4nkungen der Covid-Ma\u00dfnahmen, die Verh\u00f6hnung von homosexuellen Blutspendern, die St\u00fctzung von menschenunw\u00fcrdigen Abschiebungen, die Weigerung zur Erh\u00f6hung des Arbeitslosengeldes, ein sch\u00e4ndliches Uni-Gesetz mitten in einer Pandemie durchpeitschen usw.<br \/>\nEs gibt nun eine \u201eKindeswohlkommission\u201c. Das ist wohl ein Witz, \u00fcber den abgeschobene Kinder nur schwer lachen k\u00f6nnen.<br \/>\nSeit J\u00e4nner des letzten Jahres erh\u00e4rtet sich bei mir der Verdacht, die nun in den F\u00fchrungspositionen sitzenden Gr\u00fcnen sind mit den Aktionen von Kurz &amp; Co gar nicht so ungl\u00fccklich. Es zeigt sich, dass die \u201elinken Wiener Gr\u00fcnen\u201c die Ausnahme in einer sehr b\u00fcrgerlich-konservativen (und damit im politischen Spektrum rechts stehenden) Partei sind. Immerhin koalieren die Gr\u00fcnen seit Jahren lieber mit den Schwarzen. Notfalls sogar mit Rechtsau\u00dfen-Parteien, wie sich vor Jahren in Wiener Neustadt gezeigt hat.<br \/>\nEin weiteres Indiz ist auch das Beharren der Gr\u00fcnen, \u201eVerb\u00fcndete\u201c bei schwarzen B\u00fcrgermeistern und Konservativen zu finden in Fragen der Unterst\u00fctzung von Abschiebungen von Kindern. Wieso suchen die Gr\u00fcnen dort? Es scheint ihre einzige, v\u00f6llig unrealistische Fokussierung zu sein. Weil sie bei Menschenrechtsorganisationen, NGOs, K\u00fcnstlervereinigungen und engagierten Privatpersonen s\u00e4mtliches Vertrauen verspielt haben.<br \/>\nEs wird langsam Zeit, aufzuwachen und der Realit\u00e4t in die Augen schauen. Die Truppe, vor allem rund um Kogler, Maurer und Anschober ist alles, nur keine Empfehlung f\u00fcr gr\u00fcne Werte! Denn viele haben die Gr\u00fcnen nicht (allein) wegen des Umweltschutzes gew\u00e4hlt! Nun sehen wir offenbar die Transformation einer Partei von links-liberal zu rechts-konservativ. Es wird sich zeigen, welche Menschengruppen von einer solchen Partei angesprochen werden. Viele W\u00e4hler*innen vom September 2019 werden es eher nicht sein!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Clubzwang statt freiem Mandat. Schnell ist das bequeme Leben in finanzieller Sicherheit wichtiger geworden als ehrbare, aber unterfinanzierte Ideale. Ausreden in bester Rechtspartei-Manier und die Verh\u00f6hnung von Parlamentarismus sind seit Regierungseintritt stetiger Begleiter der Gr\u00fcnen unter Maurers harter F\u00fchrung. 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